Wissenswertes

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall

Dauer der Entgeltfortzahlung

Die gesetzliche Anspruchsdauer für die Entgeltfortzahlung beträgt 6 Wochen. Tritt schon vor Ablauf der Wartezeit Arbeitsunfähigkeit ein und dauert diese darüber hinaus an, beginnt die 6-Wochen-Frist mit dem 29. Tag des Beschäftigungsverhältnisses.

Die Begrenzung des Entgeltfortzahlungsanspruchs auf 6 Wochen gilt grundsätzlich für jeden Fall von Arbeitsunfähigkeit. Die Anspruchsdauer verlängert sich nicht etwa dadurch, dass eine neue Krankheit – die ebenfalls Arbeitsunfähigkeit verursacht – hinzutritt.

Beispiel

Arbeitsunfähigkeit
Krankheit A 1.7. bis 22.7.2015 22 Tage
Krankheit A/B 23.7. bis 29.7.2015 7 Tage
Krankheit B 30.7. bis 21.8.2015 23 Tage
Entgeltfortzahlung Krankheit A/B 1.7. bis 11.8.2015 42 Tage

Liegen zwei voneinander völlig unabhängige – in ihrer Ursache und zeitlichen Abfolge deutlich getrennte – Arbeitsunfähigkeitsfälle vor, so beginnt mit dem zweiten Fall ein neuer, wiederum 6 Wochen umfassender Anspruch auf Entgeltfortzahlung.

Beispiel

Arbeitsunfähigkeit
Krankheit A 4.08. bis 23.09.2015 52 Tage
Krankheit B 30.09. bis 18.11.2015 50 Tage
Entgeltfortzahlung
Krankheit A 4.08. bis 14.09.2015 42 Tage
Krankheit B 30.09. bis 10.11.2015 42 Tage

Wiederholte Arbeitsunfähigkeit wegen derselben Krankheit

Wird ein Arbeitnehmer erneut wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig, für die er bereits Entgeltfortzahlung erhalten hat, so kommt innerhalb eines einheitlichen Arbeitsverhältnisses eine Anrechnung der früheren Bezugszeiten in Betracht. Dabei stehen stationäre medizinische Vorsorgemaßnahmen sowie ambulante und stationäre Rehabilitationsmaßnahmen einer Arbeitsunfähigkeitszeit gleich.


BEM Gespräche

Wer in einem Zeitraum von 12 Monaten mehr als 6 Wochen Arbeitsunfähig krank war, wird von dem BEM-Team angeschrieben und soll sich entscheiden, ob ein BEM-Gespräch durchgeführt werden soll oder nicht.

Grundsätzlich ist das BEM (Betriebliches Eingliederungsmanagement) als Hilfeangebot des Arbeitgebers zum Erhalt des Arbeitsplatzes anzusehen.

BEM unterliegt zudem dem Datenschutz.

Wer angeschrieben wird, sollte das Gesprächsangebot wahrnehmen und sich bereit erklären im Kreise des BEM-Teams zu klären, ob sich durch Veränderungen am Arbeitsplatz oder den Arbeitsbedingungen etwas verbessern kann um den Gesundheitszustand dauerhaft zu bessern. Eine Ablehung des Gesprächs ist gleichzusetzen mit der Entbindung des Arbeitgebers, seiner Fürsorgepflicht nachzukommen.


Verhalten im Rechtsfall

Liebe Kolleginnen und Kollegen

hier möchten wir euch informieren wie das Verhalten in einem Rechtsstreit oder Diensthaftplicht geregelt werden muss:

  • Bitte die Ortsgruppe Lübeck Informieren
  • Die Ortsgruppe Lübeck stellt ein Schadensformular aus
  • Das Dienstleistungszentrum wird euch dann Kontaktieren

Falsch ist:

sich auf eigene Faust einen Anwalt zu suchen. Anschließend der NahVG die Rechnung vorzulegen.